Eigenmotivation bei Kindern fördern.

Die Eigenmotivation - auch intrinsische Motivation genannt- ist in Bezug auf das Lernen eine der wichtigsten Antriebsfedern für Kinder. Schon in der Kleinkindphase kann man sehen, dass Sachen, die Kindern Spaß machen, über einen langen Zeitraum ihr Interesse und ihre Aufmerksamkeit fesseln. Ähnlich verhält es sich mit Schulfächern, die große Freude bereiten oder das Interesse der Kinder wecken.

Die Bereitschaft für ein ungeliebtes Fach zu lernen, kann dadurch gesteigert werden, dass das Kind sieht, wo es das Erlernte überall anwenden kann. Diesen Ansatz verfolgt zum Beispiel der israelische Psychologe Reuven Feuerstein. Er gilt mit als der Begründer des ganzheitlichen Lernansatzes. Feuerstein vertritt die Ansicht, dass nur wer weiß, wofür er etwas lernt und sieht, wie er es im täglichen Leben anwenden kann, der wird auch bereits sein, sich mit Dingen zu beschäftigen, die ihm Schwierigkeiten bereiten.

Wenn Kinder beispielsweise Schwierigkeiten im Lernen von Fremdsprachen haben, dann zeigen sie als Elternteil ihnen am besten, wofür Fremdsprachen nützlich sein können: Die Anleitungen vieler Computerspiele sind in Englisch geschrieben und wenn Ihre Kinder beim Lesen der Bedienungsanleitung nicht mehr auf Ihre Hilfe angewiesen sind, steigert dies die Eigenmotivation sich weiterhin mit der englischen Sprache zu beschäftigen um ein Vielfaches. Der erkannte Nutzen fördert zusätzlich die Lernbereitschaft.

Nicht lernen in der Freizeit

Wenn in der Schule schlechte Noten geschrieben werden, neigen Eltern erfahrungsgemäß oft dazu, die Freizeit ihrer Kinder zu Gunsten eines erhöhten Lernaufwandes zu kürzen. Das ist gut gemeint, aber oft leider kontraproduktiv. Dies sollte aber, wenn überhaupt, nur in geringen Maßen stattfinden. Das hängt natürlich auch von freien Zeit der Kinder ab. Kinder die sehr viel Freizeit haben und zu Langeweile neigen, können auch gemäsigt zum Lernen animiert werden. Die Lernbereitschaft und -fähigkeit der Kinder steigert sich jedoch nicht automatisch dadurch, dass diese wesentlich länger über dem Lernstoff sitzen.
Eine anerkannte Methode sind in diesem Fall Vereinbarungen, die Sie mit Ihren Kinder treffen können und sollten. Wenn zum Beispiel die Englischvokabeln sehr gut gelernt wurden und Sie sich durch Abhören davon überzeugen konnten, dann darf ihr Kind die entsprechend vereinbarte Pause machen, in der es beispielsweise an den Computer darf (evtl. sogar spielen), obwohl dies normaler Weise erst nach den Hausaufgaben erlaubt ist. Die Aussicht darauf, etwas außer der Reihe tun zu dürfen - eine besondere Belohnung - kann die Motivation von Kindern in dieser schwierigen Phase enorm steigern.< Musikvideos von Kylie, Rihanna, Lady Gaga uvm. kostenlos auf MyVideo. Hier klicken!

Wenn professionelle Lernförderung gewünscht wird

Im Bereich der professionellen Nachhilfe haben sich eine ganze Reihe von Instituten etabliert, die auf die Problematik Lernmotivation nach schulischen Misserfolgen spezialisiert sind. Auch hier können Eltern Rat suchen, wie sich die Lernmotivation ihrer Kinder nach Misserfolgen steigern lässt. Es gibt Anbieter wie Studienkreis oder auch Volkshochschulen, die entsprechende Kurse anbieten.

Eltern sollten vermeiden:

· Kinder sollten keine Angst davor haben, ihren Eltern von schlechten Noten zu erzählen. Die Angst verhindert sonst, dass Sie rechtzeitig davon erfahren und sinnvolle Gegenmaßnahmen einleiten können.
· Bestrafen Sie Ihr Kind nicht gleich, weil es zur Zeit schlechte Noten schreibt. Mit Bestrafen wird der Missstand nicht behoben - im Gegenteil, Ihr Kind fühlt sich nur noch mehr in die Ecke gedrängt.
· Werfen Sie bitte Ihrem Kind nicht Versagen vor. Denn wer als Versager bezeichnet wird, glaubt irgendwann selbst daran. Und dies hätte negative Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Kindes.