Die Merkmale einer konstruktiven Motivation

Im Buch "Die Kunst der Motivation" von Kurt Hank wird anhand eines sehr anschaulichen Beispiels klar, worauf es bei der Motivation ankommt: Fällt Ihnen eine Situation ein, in der Menschen motiviert sind, ihr Bestes zu geben und dabei auch noch Spaß haben? Denken Sie einmal an ein Mannschaftsspiel. Hier finden Sie alle Elemente einer gut motivierten Gruppe von Menschen:

* Alle Mitspieler haben ein klares und eindeutiges Ziel vor Augen und sie wollen bzw. können dieses Ziel nur gemeinsam erreichen.
* Die Regeln sind klar und jedem bekannt.
* Das zu erreichende Ziel stellt eine Herausforderung dar, ist aber erreichbar.
* Alle Mitspieler erhalten augenblicklich und kontinuierlich Feedback über ihre Leistung.
* Es kommt auf das Team als Ganzes, aber gleichzeitig auch auf jeden einzelnen an.
* Das Spiel spricht eine breite Palette von Fähigkeiten und Sinnen an.
* Es steht nicht nur das Ziel, sondern vor allem auch der Spaß und Freude am Spiel selbst im Vordergrund.

Ihr Ziel sollte es sein, eine Situation zu schaffen, in der alle Beteiligten mit dem Feuereifer und der Lust an die Aufgabe gehen, wie es die Spieler eines Mannschaftssportes tun, wenn es darum geht, ein Turnier oder ein Match zu gewinnen. Und dafür haben wir einige hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt

Tipp 1: Beginnen Sie immer bei sich selbst

Wenn Sie andere motivieren wollen, müssen Sie zunächst bei sich selbst anfangen! Andere zu motivieren hat etwas mit Führung zu tun. Eine ehrliche und selbstkritische Bestandsaufnahme der eigenen Persönlichkeit ist unerlässlich, wenn Sie erfolgreich andere Menschen für etwas gewinnen wollen. Sie sind es, der oder die Motivation ermöglichen will – und das schaffen Sie nur, wenn Sie bei sich selbst Blockaden und hinderliche Einstellungen auflösen können.

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Überprüfen Sie Ihre Einstellung gegenüber anderen Menschen

Neben Ihrer eigenen Motivation sollten Sie sich aber auch über Ihre Einstellungen und Glaubenssätze anderen Menschen gegenüber bewusst sein.

Ihre Einstellung ist entscheidend – Wenn Sie andere Menschen motivieren wollen, sollten Sie Ihre persönliche Einstellung gegenüber Menschen überprüfen. Manche von uns glauben z.B., dass man niemanden wirklich trauen kann, dass andere Menschen faul sind oder dass niemand es wirklich ernst meint. Sie können aber auch an das Gute im Menschen glauben und daran, dass jeder immer das Beste gibt. Von Ihrer Einstellung anderen Menschen gegenüber hängt nicht nur ab, wie Sie diese und ihre Bemühungen erleben, sondern auch, wie Sie selbst auf andere wirken und damit wie erfolgreich Ihre Anstrengungen jemanden zu motivieren sein werden.

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück! – Egal, wie Ihre Einstellung ist, andere Menschen spüren, wie Sie über sie denken. Wenn Sie z.B. der Meinung sind, dass Herr Schuhmann im Grunde zu nichts zu gebrauchen ist, dann wird Herr Schuhmann das spüren und unbewusst entweder Ihrem Bild nachkommen oder sich zumindest abwehrend verhalten. Gehen Sie aber offen und positiv auf andere Menschen zu, werden diese viel eher genau Ihren Erwartungen entsprechen.

Erkennen Sie Ihre Glaubenssätze über Menschen - Entscheidend ist, dass Sie sich über Ihre Einstellungen gegenüber Menschen bewusst werden. Beantworten Sie deshalb einmal die folgenden Fragen für sich selbst so ehrlich wie möglich:

* Was sind die Botschaften über andere Menschen, die Sie in Ihrer Kindheit gehört haben? Was haben z.B. Ihre Eltern über die Nachbarn oder über Politiker, Arbeitslose u.ä. gesagt?
* Was fällt Ihnen spontan zu dem Wort "Menschheit" ein?
* Was trauen Sie – ganz grundsätzlich – anderen Menschen zu?
* Wie ist Ihre ehrliche Meinung von jeder einzelnen Person, mit der Sie zusammenarbeiten oder ein gemeinsames Projekt vorhaben? Was halten Sie von ihnen? Wie ist Ihre Wertschätzung den einzelnen Personen gegenüber?
* Wie offen sind Sie gegenüber den Ideen, Ansichten und Meinungen anderer Menschen? Wie reagieren Sie auf ausgefallene, vielleicht verrückte Vorschläge?
* Wie ehrlich können Sie die Leistungen anderer Menschen anerkennen, ohne neidisch zu sein oder Angst zu bekommen, ein anderer könnte besser sein als Sie?
* Wie hoch ist Ihr Anspruch und wie hoch sind Ihre Forderungen an andere Menschen? Wie realistisch oder vielleicht überzogen sind diese Ansprüche?

Tipp 2: Entwickeln Sie gemeinsame Visionen und Ziele

Ziele, Leitbilder und Visionen sind für die meisten Menschen große Motivatoren. Wer sich ernsthaft ein konkretes Ziel setzt, tut sehr viel dafür, es auch zu erreichen. Das gilt auch für Teams oder Gruppen von Menschen allgemein.
Entscheidend ist das Wort "gemeinsam"

Inzwischen werden in vielen Unternehmen oder Teams Visionen und Ziele erarbeitet. Meist geschieht das in einer kleinen Gruppe ausgewählter Führungskräfte. Irgendwann werden dann der Mitarbeiterschaft oder dem Team die Vision und die Ziele präsentiert. Der Ansatz ist gut, nur die Ausführung ist kontraproduktiv. Visionen und Ziele dürfen nicht einfach vorgegeben werden. Wenn Sie wollen, dass Ihre Leute oder Mitarbeiter Visionen mit Leben füllen und Ziele mit aller Energie verfolgen, müssen Sie sie an der Entstehung der Visionen und Ziele beteiligen.
Menschen wollen mitentscheiden

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter mitreden und bei der Ausformulierung mitarbeiten. Fragen Sie nach Ideen und Vorschlägen und bauen sie diese wenn möglich mit ein. Hören Sie sich Ängste und Bedenken an. Sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten bereits bei der Entwicklung der Vision und bei der Festlegung von Zielen das Gefühl haben, beteiligt zu sein. Visionen und Ziele können nur dann eine magnetische Kraft entwickeln, wenn sich alle in ihnen wiederfinden und sie teilen. Sonst kann es passieren, dass es nur bei den schönen Worten bleibt.
Greifen Sie nach den Sternen und entwickeln Sie eine wundervolle Vision

Wenn Sie eine Vision für Ihr Team, Unternehmen oder Projekt entwickeln wollen, dann sorgen Sie dafür, dass es wirklich eine Vision wird und nicht nur ein "Visiönchen". Wer nicht wirklich willens ist, bei der Entwicklung einer Vision tatsächlich auch Visionär zu sein, der sollte sich lieber auf die Formulierung von Zielen konzentrieren. Ziele können ebenso gut motivieren wie eine Vision. Aber wenn Sie schon das Wort Vision benutzen, sollten Sie wirklich etwas entwickeln, das Sehnsucht bei den Beteiligten weckt. Sie sollten gemeinsam ein wunderschönes und ganz und gar erstrebenswertes Bild vor Augen haben. Natürlich sollten Sie nicht vollkommen Unmögliches wollen, dann handelt es sich nämlich um eine Utopie. Aber eine Vision ist schon etwas sehr Großes, das zu Beginn ruhig unerreichbar scheinen darf. Eine Vision löst idealerweise ein innerliches Sehnen nach diesem Zustand aus – und das bei allen Beteiligten.
Formulieren Sie klare und konkrete Ziele

Klare Ziele, auf die sich alle verständigt haben, sind für eine motivierte Arbeitsatmosphäre unerlässlich. Nur wer weiß, worauf er hinarbeitet, kann dies auch effektiv tun. Und nur konkret formulierte Ziele ermöglichen eine Überprüfung der Arbeit. Dabei ist es sowohl wichtig, die operativen Kurzzeitziele zu formulieren, als auch die mittel- und langfristigen Ziele anzugehen. Jedem sollte immer auch der größere Zusammenhang der einzelnen Arbeitsschritte klar sein. Ein größeres Ziel zieht wie ein Magnet, auch wenn einmal die vielen nötigen Alltagsarbeitsschritte nerven.