Kinder allgemein motivieren

Meist ist es gar nicht so schwer, Kinder zu motivieren. Das sollte jedoch immer spielerisch gemacht werden, da Kinder so am besten und ohne Widerstand lernen und Bewegung für die Entwicklung wichtig ist.
Ob es nun Hausaufgaben sind oder das Schlafen gehen.
Beim Hausaufgabenmachen hilft es, wenn das Kind selbst Aufgaben für den Erwachsenen aufschreiben darf, die der dann machen muss. So sind erstmal beide beschäftigt und danach darf das Kind die Aufgaben noch kontrollieren. Der Lerneffekt macht spaß und bringt viel neues. Natürlich sollte das Kind dann danach seine eigenen Hausaufgaben selbst erledigen und der Erwachsene kontrolliert nach. Das Kind kann sich so besser in beide Positionen versetzen und sieht schneller ein, dass Hausaufgaben notwendig sind.

Etwas umstritten, aber oft vor allem bei sehr unmotivierten Kindern erfolgreich ist das Belohnungssystem. Dabei wird jenachdem, wie das Kind mitmacht, oder was von ihm verlangt wurde eine Belohnung ausgesprochen. Das können zum einen Punkte sein (beispielsweise Sonnen), die es sammeln kann oder konkrete Dinge wie ein Buch, eine Stunde fernsehen, ein Stück Schokolade oder ähnliches. Auch der Besuch eines Freundes kann solch eine Belohnung sein.
Damit werden dann sogar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn zum einen ist es eine kreative Belohnung für das Kind und zum anderen ist viele gemeinsam lustiger. Wenn ein anderes Kind zu besuch kommt und sich die Kinder verstehen, lernen sie gegenseitig von einander. So kann schon in jungen Jahren der Grundstein für gemeinsames Lernen gelegt werden.

Schlafritual

Auch beim Schlafen gehen kann man ein Spiel daraus machen, wer zum Beispiel zuerst seinen Schlafanzug angezogen hat oder wer zuerst im Bett liegt. Je nachdem, ob noch Geschwister in der Familie sind. Das Schlafengehen sollte ein beständiges und positives Ritual sein, das dem Kind deutlich macht: jetzt ist Schlafenszeit.
Viele Kinder merken einfach nicht rechtzeitig (altersabhängig), wann sie eigentlich müde genug wären, um ins Bett zu gehen. Und ist erst einmal dieser Zeitpunkt überschritten kommen die übermüdeten Kinder erstrecht nicht auf die Idee zu schlafen. Es wird dann meist gejammert, gemeckert und vor lauter Müdigkeit das Schlafengehen hinausgezögert. Ein immer gleich bleibendes Ritual gibt mehr Sicherheit und es wird ganz normal, immmer zur etwa selben Zeit dieses Schlafritual zu beginnen.


Das Schlafritual könnte folgendermaßen aussehen:

Um 18 Uhr wird zu Abend gegessen und anschließend das Sandmännchen zur Einstimmung angeschaut. Alternativ kann man auch eine Gutenachtgeschichte in Aussicht stellen, wenn das Kind noch vorher aufs WC geht und anschließend die Zähne putzt. Je nach Alter darf man beim Zähneputzen durchaus mithelfen oder wenn das Kind alt genug ist, gleichtzeitig seine Zähne putzen. Zu zweit ist das viel spaßiger. Mit dem Zähneputzen wäscht man sich gleich mit und zieht danach seinen Schlafanzug oder das Nachthemd an. Für das / die Kind (er) kommt jetzt der spannenste Teil: die Gutenachtgeschichte. Diese sollte nicht zu lang sein und möglichst keine Gewalt beinhalten. Es gibt extra Bücher mit Gutenachtgeschichten für Kinder. Nach dem Vorlesen (oder bei älteren Kindern das miteinander lesen) gehts dann ins Bett. Zudecken, Gutenachtkuss und schlafen.
Wenn dieses Ritual erst einmal etabliert ist, will Ihr Kind es immer wieder so haben. Es weiß sehr schnell, wie was geht und fühlt sich sicher und eingebunden.

Mit etwas Fantasie lassen sich noch viele weitere kreative Spiele finden, die auch den Erwachsenen spaß machen. Nur nicht immer alles so ernst nehmen und vor allem die Ruhe bewahren.
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