Rethorik

Oft sieht man funktionierende Kommunikation als gegeben an und ist der Meinung, dass das Gesagte auch so verstanden wird, wie es gemeint war. Dieser Wunsch wird dann jedoch häufig nicht erfüllt. Spätestens wenn Mitarbeiter vermeintlich unlogische Konsequenzen ziehen sollte sich der Vorgesetzte fragen, ob er auch wirklich richtig verstanden wurde. Die Rhetorik als Veranschaulichung der Kommunikation verdeutlicht das gesagte und man merkt, dass nicht nur die Worte selbst zählen, sondern auch und vor allem, wie etewas gesagt wurde oder wird. Wird nun der Prozess weiter gesponnen, wird zunehmend deutlich, dass ebenfalls zählt, von wem etwas gesagt wird. So ist die Person, die etwas zu sagen hat entscheidend für das Verständnis des Inhaltes. Daraus folgt, dasss ein- und dieselbe Aussage aus dem Munde des Vorstandsvorsitzenden sicher ein schwereres Gewicht besitzt, als wenn es ein Abteilungsleiter äußert. Dahinter steckt vor allem auch die Macht, die der Sprecher verkörpert. Je mehr jemand dahingehend eingeschätzt wird, dass er das gesagte unter allen Umständen durchsetzen kann, desto mehr Gewicht hat das Gesagte. Dies kann jedoch auch zur Eskalation führen und von daher sollten Wortwahl und retorische Gesten immer mit bedacht gewählt werden.

Emotionale Kommunikation

Basierend auf den 9 Regeln, wie Mitarbeiter motiviert werden können ist jedes Gespräch individuell und erfordert Einfühlungsvermögen. Nicht jeder schätzt die gleiche Wortwahl und nicht jedem kann man etwas sachlich Übermitteln. Je besser die Führungsperson seinen Mitarbeiter kennt, desto besser. Vorausgesetzt es gibt nicht gefestigte Abneigungen, die der Kommunikation im Wege stehen oder sie sogar dadurch immer ins Negative zu verkehren.
Die beste Methode ist dabei die sogenannte gewaltfreie Kommunikation, die es ermöglichen soll, Informationen und Bedürfnisse zu übermitteln, ohne den anderen zu verletzen.

Konzept

An einem Beispiel soll verdeutlicht werden, wie das systematische Vorgehen zum gewünschten Ziel führt, ohne Stolpersteine zu vergessen. Dabei geht es in dem Beispiel um einen überschaubaren Betrieb, der expandiert und zunehmend Mitarbeiter einstellt. Dabei sollen die derzeitigen Mitarbeiter eingebunden werden. Zunächst wird zur Erkennung, welche Schwächen und Stärken der Betrieb aus Mitarbeitersicht hat, eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragung dienen als Basis für das neue Führungskonzept. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer verbesserten Kommunikation zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern.

Die Ergebnisse der Befragung wurden ausgewertet und nach kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen und langfristigen Maßnahmen unterteilt.
Die folgenden Wünsche von Mitarbeiterseite aus wurden als Berücksichtigungswürdig eingestuft. Die Mitarbeiter wünschen sich:

- mehr Zeit für fachspezifischen Dialog zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern
- Einbindung durch Teambesprechnungen
- mehr Lob und Anerkennung bzw Feedback über geleistete Arbeit
- Eine gerechtere Verteilung der Arbeitsstunden bei der Personaleinsatzplanung
- ein größeres Angebot zur Weiterbildung
- ein größerer Zeitrahmen für die Ausbildung der Auszubildenden
- ein gemeinsames Wir-Gefühl soll auch andere Filialen mit einbeziehen
- mehr Mitsprache bei der Sortimentsauswahl, sowie bei Werbeaktionen und Angeboten

Auf dieser Grundlage wurde das mehrstufige Führungskonzept den Mitarbeitern in der Betriebsversammlung vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Dabei wurden die Mitarbeiter allein schon durch die Gelegenheit, nochmals Bezug nehmen zu können, sichtlich motivierter, da sie in den Prozess eigebunden wurden. Der Chef selbst, mit einem externen Berater stellte das Führungskonzept vor und sorgte so für eine Nähe zu den Mitarbeitern.

Ergebnis:

Jede Filiale hält einmal im Quartal eine Teambesprechung ab.
Die Filialleiter wiederum treffen sich ebenfalls mindestens einmal im Quartal.
Jeder Mitarbeiter erhält zweimal pro Jahr ein Einzelgespräch in dem Ziele definiert und überprüft werden, aber auch Weiterbildungen vorgestellt werden.
Alle Auszubildenden bekommen einen gemeinsamen betriebsinternen Unterricht.
Durch eine Weihnachtsfeier und ein Sommerfest, soll ein Zusammengehörigkeistgefühl entstehen und gefestigt werden.

Fazit: die Maßnahmen, die getroffen worden sind, dienen nicht nur den Betriebsinhabern, sondern sprechen den Mitarbeitern mehr Gewicht zu. Damit kann sich ein Mitarbeiter besser identifizieren und motiviert sich dadurch selbst. Dabei kommt der Kommunikation eine entscheidende Rolle zu, da sie zum einen die Prozesse erklärt und durch das Feedback der Mitarbeiter auch ein Dialog entsteht, bei dem der Mitarbeiter ernst genommen wird. Durch persönliche Gespräche wird individuell auf einzelen Bedürfnisse reagiert und es entseht ein Informationsaustauch in beide Richtungen. Im Optimalfall identifizieren sich die Mitarbeiter voll mit "Ihem" Betrieb und sehen auch Probleme des Betriebes als ihre an. Dadurch ist die Leistungsbereitschaft deutlich höher und auch die Zufriedenheit steigt enorm.

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Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung über mitarbeiterorientierte Managementkommunikatiion von Helena Stehle und Daniel Mücke. Wollen Sie mehr zu dieser Studie erfahren, wenden Sie sich bitte direkt an die Autoren.

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