Bewegungsmangel kann zu Unfällen führen

Wer sich bewegt, wird sich länger jung fühlen. Dies hat vor allem im Alter sein Berechtigung. Ausreichend Bewegung stärkt den Körper und ist gut für Herz, Kreislauf und Immunsystem sowie für den Bewegungsapparat und das generelle Wohlbefinden. Bewegungsmangel und die daraus resultierende Muskelschwäche sind ein Grund für viele Stürze und damit Verletzungen im Alter.

Stürze sind die Unfallart Nummer eins für Senioren
Jährlich steigen die tödlichen Freizeitunfälle der ab 60-Jährigen und inzwischen liegt ihr Anteil an allen tödlichen Freizeitunfällen bei nahezug 84 Prozent hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit in Österreich statistisch ermittelt.
Stürze sind mit 68 Prozent Hauptunfallart, die oftmals auf externe Ursachen – wie etwa ein schlecht beleuchtetes Stiegenhaus – zurückzuführen sind. Jährlich verletzen sich ca. 71.000 Senioren durch Ausrutschen oder Stolpern so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Mit der steigenden Lebenserwartung steigt auch das Risiko, einen Sturz zu erfahren. Jede dritte Frau über 65 Jahren stürzt zumindest einmal im Jahr, jede dritte Frau über 80 Jahren sogar mehrfach pro Jahr.

Was in jungen Jahren nur ein Gipsbein oder blaue Flecken nach sich zieht, endet im Alter nicht selten mit einem Oberschenkelhalsbruch. Nur etwa 50 Prozent der Patienten, die einen Schenkelhalsbruch erlitten haben, erhalten nach einem Jahr ihre ursprünglichen Funktionsfähigkeit zurück. 15 bis 25 Prozent der Patienten mit einem Schenkelhalsbruch sterben innerhalb des ersten Jahres, weitere zehn Prozent müssen in ein Pflegeheim eingewiesen werden. Stürze und ihre Folgen stellen damit die sechsthäufigste Todesursache älterer Menschen dar.

Häufigste Ursachen für Stürze
Sturzursachen können vielfältig sein. Sie reichen von verschiedenen Erkrankungen, Blutdruckproblemen und Medikamentennebenwirkungen bis hin zu altersbedingten Stolperfallen oder auch schlechter Beleuchtung. Aber auch eine zunehmend schlechte Einschätzung der eigenen Fähigkeiten oder für die aktuelle Verfassung inadäquate Tätigkeiten (z.B. auf die Leiter steigen oder auf einem Stockerl stehend Vorhänge aufhängen) können Stürze begünstigen.

Mit Bewegung schützen und vorbeugen
Bewegung hält nicht nur jünger, es kann auch das Leben um viele Jahre verlängern und verhindert wirkungsvoll Unfälle, die durch Bewegungsmangel an Wahrscheinlichkeit zunehmen. Viele ältere Menschen sind durch jahrzehntelangen Bewegungsmangel nicht in der Lage, sich ungezwungen zu bewegen. Sie sind quasi eingerostet. Die Muskeln sind dadurch verkümmert, die Bänder verkürzen sich und das Gleichgewicht kann nicht mehr so leicht gehalten werden. Vor allem Unfälle durch Stürze können durch ein gezieltes Balance- und Krafttraining deutlich reduziert werden. Auch die geistige Gesundheit wird dadurch gefördert. Daher ist Fitness und Sport gerade im Alter von entscheidender Bedeutung und hat einen enormen Gesundheitseffekt.

Moderne Trainingskonzepte können individuell an das eigene Leistungsniveau angepasst werden und machen Spaß. Regelmäßige Bewegung in Gruppen, sei es in einem Fitnesscenter oder in Kursen wie z.B. an Volkshochschulen angeboten, trainieren nicht nur Herz und Kreislauf, sondern verbessern dazu auch noch soziale Kontakte, fördern die Kommunikation und somit in weiterer Folge auch die Gehirnleistung. Gleichgewichtssinn, Koordinations- und Orientierungsfähigkeit werden hier mit einfachen Mitteln trainiert. Gangunsicherheiten und Koordinationsstörungen können so beseitigt werden. Wer keine VHS in der Nähe hat, kann auch duch ein einfaches Inserat nach Gleichgesinnten suchen oder einfach im Bekanntenkreis fragen. Sie werden erstaunt sein, wieviel Interessierte es gibt.

(Stand: März 2010)

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