Was ist Stress überhaupt?

Stress hat jeder hin und wieder. Für die einen ist das Ansporn, für die anderen Anstrengung. Daher hat die Psychologie schon früh festgestellt, dass Stress nicht einfach so passiert, sondern empfunden wird. Stress hängt also von unseren Reaktionen ab, wie wir eine Situation wahrnehmen und verarbeiten.

Es gibt im wesentlichen zwei Gruppen:
Einige fühlen sich ständig angestrengt und sehen den Tag, egal wie er verlaufen ist negativ. Positive Ereignisse werden dann so erklärt: "das war einfach nur Glück." oder "das wird sicher nicht lange andauern.". Diese Gruppe empfindet schnell Stress.

Andere Menschen dagegen fühlen sich meist gut, auch wenn etwas negatives passiert. Dies wird dann mit: "was soll's?" oder "Ich lebe noch und was mich nicht umbringt macht mich stärker." abgewendet.

Überlegen Sie nun, zu welcher Gruppe Sie gehören? Wenn Sie zur ersteren tendieren, lassen Sie sich nicht entmutigen, denn Sie können Ihre Einstellung zu Stress ändern.

Psychologen sprechen von "Attributionsstilen", die beschreiben, wie Menschen Ursachen für Ereignisse erklären. Man kann lernen, die Kontrolle über seinen Attributionsstil zu bekommen.

Sie können somit selbst entscheiden, ob Sie sich über Ihre Erfolge freuen wollen oder ob Sie diese klein machen und dem Zufall zuschreiben. Misserfolge können als gute Chancen gesehen werden, etwas zu lernen, oder auch besser zu werden.

Letztendlich kommt es nicht so sehr darauf an, was Ihnen passiert, sondern wie Sie damit umgehen können.
Versuchen Sie daher immer beide Seiten einer Medaillie zu sehen. Dann sind schwierige Ereignisse weniger stressreich und Sie sehen darin eine Chance, etwas zu verbessern.
Nutzen Sie das alte Sprichwort: Aus Schaden wird man klug und analysieren Sie Fehler, um diese zu nutzen. Aber sehen Sie auch Ihre Erfolge und gestehen sich diese zu. Das stärkt Ihr Selbstbewußtsein und das zurecht.

Stressabbau durch Sport

Stress ist belastend und wirkt häufig wie ein Druckbehälter, der gleich platzen kann. Da ist es eine gute Lösung, wenn man dem Stress seine positive Seite nicht abgewöhnen kann, sportlich aktiv zu werden. Joggen oder auch Fußball spielen ist ein gutes Ventil, sich mental zu erholen.
Zum einen bekommt man andere Gedanken und muß sich mit anderen Situationen befassen und zum anderen werden beim Sport Endorfine ausgeschüttet, die glücklich machen.
Diese zwei Faktoren machen Sport auch zum Streßabbau wertvoll.
Hinzu kommt natürlich, dass Sport für den Körper notwendig ist und die Zufriedenheit und Gesundheit im Allgemeinen fördert. BMX-Bikes bei B.O.C.

Welcher Sport?

Bewegung motiviert

In Dänemark wurde untersucht, ob auch Ballspiele wie Fußball als Sport zur Fitness tauglich sind. Dabei wurde festgestellt, dass Fußball die beste Sportart für Fitness, Wohlbefinden und Stressabbau ist. 3 Jahre lang wurde von 50 Wissenschaftlern untersucht wie Fußball wirkt. Dabei wurden 100 männliche und weibliche Probanden in 2 Gruppen geteilt und laufend untersucht.
Das Ergebnis: Die Gruppe, die sich mit Fußball fit gehalten hatte war bezüglich Haltung, Balance, Wendigkeit, Kraft und Ausdauer stärker fortgeschritten, als die Gruppe, die gejoggt ist. Das heiß nun nicht, dass joggen für die Fitness oder auch das Wohlbefinden schlecht ist, sondern zeigt lediglich, dass man mit Fußball bessere Fortschritte erzielen kann.
Das hat folgende Gründe:
Mit joggen läuft man nahezu gleichmäßig durch die Gegend. Das fordert nicht laufend und ist eher eintönig. Fußballspielen wirkt dagegen wie ein Intervalltraining. Durch Tempowechsel verbessert sich die Ausdauer spielerisch. Zwar verbessern Jogger auch ihre Grundlagenausdauer, aber eine gewisse Grundlage vorausgesetzt, verbessert Fußball die Form schneller als Joggen und ist somit effektiver.

Weitere positive Effekte

Laufen ist einfacher durchzuführen, als Fußballspielen. Beim Laufen kann man zudem gut abschalten. Jedoch ist laut der oben erwähnten Studie dieser Effekt beim Fußballspielen noch stärker. Grund dafür ist nicht nur die Bewegung, sondern vor allem auch das Gemeinschaftsgefühl. Hiervon profitierten vor allem Männer, offenbar beim Fußball besser abschalten können. Dafür muß man sich aber erst einmal Grundlagen des Spieles aneignen und dann eine Mannschaft finden, in der man spielen kann.

Wer es aber in eine Mannschaft geschaft hat, der provitiert noch weiter, denn ein Großteil der Fußballer bleibt beim Spiel, während viele Jogger mit der Zeit die Lust verlieren und wieder aufhören.
Ein Risiko beim Fußball sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben: das Verletzungsrisiko beim Fußballspielen ist deutlich höher, als beim Joggen.
Längerfristig motivieren kann man sich beim Joggen auch mit einigen Tricks wie MP-3-Player oder auch Tempowechseln. Lesen Sie hier noch wie Sie sich dauerhaft mit Joggen motivieren können.