BrunOut / Depression

BurnOut als Motivations-Bremse

"Burnout Syndrom" - was steckt hinter dem Begriff?



Der Begriff des "Burn out" (engl. "to burn out", zu deutsch = ausbrennen) ist ursprünglich ein technischer Begriff:

* er kommt in derr Luft- und Raumfahrt vor. Gemeint ist mit "burn out" ein Ausfall eines Flugzeugtriebwerks aufgrund von Treibstoffmangel.
* Auch in der Kernenergie wird dieser Begriff verwendet. Man meint dort mit "Burn out" das Durchbrennen von Brennstroffelementen aufgrund von Überhitzung.

Die Psychologie greift nun den Begriff Burnout von dort auf und überträgt die Bedeutung auf Menschen. Am sogenannten Burnout-Syndrom leiden demnach Menschen, die ausgebrannt sind, deren "inneres Feuer", deren Leidenschaft und Antriebskraft aufgrund mangelnder "Brennstoffzufuhr" (Erfolgserlebnisse, positive Rückmeldungen, etc.) erloschen ist.
Oft handelt es sich dabei um das, was man früher einfach als Depression bezeichnet hat. Ausgelöst durch Stress im Alltag und bei der Arbeit. Dabei spielt mangelnde Akzeptanz eine große Rolle.
Deshalb ist das Burnoutsyndrom auch eine Motivationsbremse, da der Antrieb fehlt, Leistung zu bringen und die Sinnlosigkeit des Handelns im Vordergrund steht.

Die Ursachen sind vielfältig und bei auftreten dieser Gemütskrankheit gibt es meist mehrere Ursachen, die zusammen wirken und die Situation ausweglos erscheinen lassen.

Es gibt auch erbliche Veranlagungen, wie psychische Belastbarkeit oder auch Schilddrüsenfehlfunktionen. Es muß also nicht unbedingt sein, dass man sich überarbeitet hat.

Vorab sei aber gesagt, dass man den Betroffenen in sehr vielen Fällen helfen kann. Dabei muß zuerst der Istzustand ermittelt werden und danach individuell therapiert. Es ist wichtig, nicht nur die körperlichen Beschwerden (z.B. Kopfschmerzen, Müdigkeit oder auch Appetitlosikeit) zu heilen. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen gilt es, auch den Seelischen Zustand zu stabilisieren. Selbst schwere Depressionen lassen sich erfolgreich behandeln. Ein Arzt des Vertrauens ist dann besonders wichtig.
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Ist das Burn Out Syndrom eine Krankheit?

Auch heute noch haben viele Ärzte Schwierigkeiten, das Burnout Syndrom richtig zu diagnostizieren und zu erkennen.
Dies mag neben anderen Günden auch daran liegen, dass das Burnout Syndrom im internationalen Diagnoseklassifikationssystem der WHO (ICD-10, International Classification of Diseases) unter dem Diagnoseschlüssel "Z73.0" aufgeführt ist. Der Abschnitt "Z" (quasi "sonstiges") enthält „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“. Das Burnout Syndrom ist demnach ein Einflussfaktor, aber keine eigenständige Krankheit.

Aus diesem Grund weichen Mediziner beim Befund der klassischen Burnout Symptome häufig auf eine Alternative aus und diagnostizieren einfach das "chronische Müdigkeitssyndrom" (ICD G93.3).
Eine Erkrankung die dem Burnout Syndrom durchaus sehr nahe kommt und schon seit vielen Jahrzehnten im ICD-Katalog geführt wird, findet sich als Neurasthenie.
Burnout ist ein schleichender Prozess und daher auch nicht unbedingt zweifelsfrei einzuordnen.
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Verbreitung von Burn Out

In den vergangenen Jahren der Begriff "Burnout" enorm an Popularität gewonnen. Die Frage lautet: Muss man sich nun Sorgen machen? Oder wird hier ein Phänomen nur künstlich aufgeblasen?
Egal, ob es um Stress am Arbeitsplatz und Stressbewältigung geht, um chronische Überlastung und Work Life Balance, um Mobbing und den Umgang mit Konflikten: Selten wird die Gelegenheit ausgelassen, auf das Burnout Syndrom hinzuweisen.
Zugegeben: Nicht ganz zu unrecht. Chronischer Stress, Überlastung, Mobbing, andauernde Konflikte, Perspektivlosigkeit und vieles mehr können tatsächlich zu einem Ausbrennen führen! Allerdings vernebelt dieser allzu inflationäre Gebrauch des Begriffs die Sicht auf die eigentliche Problemlage!

Symtome von Burn Out

emotionale Burnout Symptome

Zu den emotionalen Symptomen des Burnout Syndroms gehören:

* verringerte emotionale Belastbarkeit,
* mechanisches „Funktionieren“,
* vermindertes Einfühlungsvermögen,
* Hang zur Nörgelei, Ungeduld, Intoleranz,
* Dünnhäutigkeit, leichte Reizbarkeit
* starker Widerwille, täglich zur Arbeit zu gehen,
* Grundgefühl der Niedergeschlagenheit und Entmutigung,
* Desillusion, Frustration,
* vermehrt depressive Reaktionen und Rückzug,
* Gefühl der Hilflosigkeit, Ohnmacht
* Gefühl der inneren Leere,
* Flucht- und Suizidgedanken,
* etc.

soziale Burnout Symptome

Zu den sozialen Symptomen des Burnout Syndroms gehören:

* Überdruss, Unlust, Menschen zu begegnen,
* Unfähigkeit sich auf Mitarbeiter, Kunden, Klienten,
Schüler, Patienten einzulassen oder ihnen zuzuhören,
* soziale Kontakte werden als Belastung empfunden,
* Verschieben von Kunden- oder Klientenkontakten,
* häufigere Fehlzeiten am Arbeitsplatz (z. B. Krankschreibungen),
* verringerte Konfliktfähigkeit, übersteigerte Reaktionen,
* Rückzug (z. B. Flucht in Computerspiele, Versumpfen vor dem Fernsehgerät, usw.),
* Ehe- und Familienprobleme,
* etc.

intellektuelle Burnout Symptome

Zu den intellektuellen Symptomen des Burnout Syndroms gehören:

* Konzentrationsstörungen, Neigung zu Tagträumen,
Unproduktivität,
* Gedächtnisschwäche,
* Gefühl der Überforderung – vor allem bei komplexen
Aufgaben oder Veränderungen,
* mangelnde Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen,
* Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen und
durchzusetzen,
* Einbuße an Phantasie und Flexibilität,
* Initiativlosigkeit, Minimalismus, Dienst nach Vorschrift,
* etc.

körperliche Burn out Symptome

Zu den körperlichen Symptomen des Burnout Syndroms gehören:

* Schlafstörungen, Alpträume,
* Müdigkeit, Erschöpfung, Energiemangel,
* vermehrtem Griff zu Aufputschmitteln, Hilfs- oder Verdrängungsmitteln (z. B. erhöhter oder gar exzessiver Konsum von Koffein, Nikotin, Alkohol der anderer stimulierender Drogen; erhöhte Einnahme on Medikamenten),
* Verspannungen, v. a. Hals- und Schultermuskulatur, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen
* Immunschwäche, häufige Erkältungen,
* Magen-Darm-Beschwerden,
* erhöhte Pulsfrequenz, erhöhter Blutdruck,
* Nervenreizung, nervösen Ticks,
* sexuelle Probleme, mangelnde Lust,
* etc.
(Quelle: burnoutfachberatung.de)

Behandlung von Burn Out

Nur wenn der oben genannte Mechanismus (Zusammenspiel zwischen der äusseren Situation und Ihren Inneren Leitsätzen und Antreibern) entlarvt ist, können massgeschneiderte -und damit wirksame- Strategien zur Überwindung des Burnout Syndroms entwickelt werden.

Allgemeine Ratschläge wie: "Lernen Sie Nein zu sagen" oder "Achten Sie auf den nötigen Ausgleich" kratzen ebenso nur an der Oberfläche wie Yoga, progressive Muskelentspannung oder andere Entspannungstechniken.
Die eigentliche Ursache bleibt unberührt!

Medikamente
können ("können"!) bei der Burnout-Behandlung unterstützend eingesetzt werden - und zwar dann, wenn sie zur psychischen Stabilisierung beitragen und den Betroffenen in die Lage versetzen, sich der eigentlichen Behandlung des Burnout-Syndroms, bzw. der Therapie zuzuwenden.
Eine Behandlung des Burnout-Syndroms mit Medikamenten ist nicht zielführend, da Medikamente lediglich die Symptome des Burnout-Syndroms eindämmen. Die eigentliche Ursache bleibt unangetastet.
Aus diesem Grund empfehlen wir, soweit wie möglich auf Medikamente zu verzichten, bzw. sie in der Therapie nur zur Stabilisierung für die eigentliche Behandlung einzusetzen.


Coaching oder Therapie? / ambulant oder stationär?

Bei der Burnout-Behandlung gibt es verschiedene Interventionsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Eine stationäre Behandlung ist möglich. Allerdings sollten Sie mit langen Wartezeiten rechnen und nicht mit einer "Wunderheilung".

Eine längere Auszeit, in der Sie sich voll und ganz auf sich selbst konzentrieren können, kann zwar helfen, die Herausforderung liegt dann allerdings im beruflichen Wiedereinstieg. Vieles von dem, was Sie während des stationären Aufenthalts in einer Klinik gelernt haben, muss sich nun im Alltag bewähren. Dies gelingt nicht immer, so dass die Gefahr besteht, wieder in alte Muster zu verfallen. Wir empfehlen aus diesem Grund ein Coaching für den beruflichen Wiedereinstieg.

Eine stationäre Behandlung oder eine längere Auszeit (z.B. durch Krankschreibung) birgt allerdings noch ein weiteres Risiko:

Zwar sind Sie in dieser Zeit "herausgenommen" und können wieder Kraft tanken. Allerdings verlieren Sie, je länger diese Auszeit dauert, unter Umständen Ihr Zutrauen in sich selbst, je wieder arbeits- und leistungsfähig zu sein.

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